Schlagwort: Schlösser

Reisenotiz – Cheverny (Loiretal)

Reisenotiz – Cheverny (Loiretal)

Nach der doch relativ anstrengenden Paris-Erkundung, sehne ich mich nach Beschaulichkeit.

Wir beschließen, das Loire-Tal auch heuer nicht ganz auszulassen und wenigstens ein kleines Schloss zu besichtigen.

Die Wahl fällt auf Cheverny, und die Wahl war richtig.

Wir haben voriges Jahr schon einige der Loire-Schlösser besichtigt: Chambord, Blois und Chennonceau, das lieblichste von ihnen, am Cher gelegen und für die Geliebte König Heinrich II. Mdme.  Poitiers (1547)gebaut. Diese musste das Schloss nach dem Tod ihres Geliebten an dessen Ehefrau, Katharina von Medicci abgeben und lebte anschließende eine Zeit lang hier in Cheverny.

Was Cheverny besonders auszeichnet ist die Tatsache, dass es noch regelmäßig von seinem nunmehrigen Eigentümer und dessen Familie bewohnt wird, der Ostflügel zumindest. Die anderen Trakte sind als Museum gestaltet, möbliert und gerade deswegen interessant.

Es ist von angenehmer Größe und lässt sich in ca. zwei Stunden in Ruhe betrachten; der Ansturm der „Massen“ bleibt aus, weil es  (angeblich) nicht zu den High-lights der Loireschlösser gehört. Mir aber hat es sehr, sehr gut gefallen.

Errichtet wurde es nach einem großen Vorbild, das wir wenige Tage zuvor in Paris besichtigt hatten:

das Palais Luxembourg.

Jardin Luxembourg
Jardin Luxembourg

 Der Garten des Pariser Palais Luxembourg kann, soviel kann ich jetzt schon versprechen, mit dem von Cheverny nicht mithalten.

„Cheverny“

Man betritt das Schloss über die Südseite.

Der Gesamteindruck der Südfassade wird (wie eine genauere Betrachtung des Fotos beweist) leider von einem nachträglich aufgestellten, wenig geschmackvollen, kubischen Baldachin beeinträchtigt. Wessen „Schnapsidee“ diese Improvisation war, wollen wir gar nicht wissen.

Rechts des Einganges öffnet sich das „Große Speisezimmer“ für öffentliche Einladungen:

Großes Speisezimmer
Großes Speisezimmer
Kinderzimmer
Kinderzimmer

Es gibt aber auch „Privaträume“:  Besonders nett: das Kinderzimmer und das Musikzimmer:

Musikzimmer
Musikzimmer

Es gäbe noch viel mehr zu sehen:  das „Königszimmer“, in dem Heinrich IV übernachtete,  ein kleines Speisezimmer – einschließlich des Gedecks, ein Arbeitszimmer, einen „Großen Salon“ usw.

Dann geht’s wieder hinaus. Seit 2006 hat man einen Verbindungsgarten zwischen der Nordfassade und der Orangerie eröffnet, der sich sehr stimmungsvoll präsentiert.

Der Blick zur Orangerie:

Blick zur Orangerie
Blick zur Orangerie

Wir machen noch einen kleinen Rundgang und sehen die Nordfassade vom Garten aus:

Ansicht vom hinteren Garten aus gesehen
Ansicht vom hinteren Garten aus gesehen

Die Bilder sollen ein bisschen Lust machen, dieses Schloss vielleicht einmal selbst zu erkunden.

Auf bald!