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Reisenotiz – Fondation Louis Vuitton

Reisenotiz – Fondation Louis Vuitton

Im vorigen Frühjahr, bei unserem letzten Paris-Besuch, war es noch nicht eröffnet. Wir lassen es uns nicht entgehen. Allein das leere Gebäude zu besichtigen, wäre schon eine Freude; es mit „Inhalt“ genießen zu dürfen, ist eine besondere.

Auch dieser Bau von Frank Gehry spielt, wie auch das „Guggenheim Bilbao“, alle „Stückerl“. Interessante Spann-Konstruktionen, Stahl-Schließen, Holzbinder-Verbindungen und natürlich viel Beton ( vielleicht sogar mit Weißzement gearbeitet, das kann ich nicht wirklich beurteilen),  zeigen ihre Stärken in Bezug auf „spannende“ Konstruktionselemente, die nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch beeindrucken. Im Gegensatz zu Bilbao werden hier viele Außenräume geschaffen, die zahlreiche Perspektiven auf die Stadt eröffnen. Mir hat es, obwohl ich kein ausgesprochener Fan von Hochhausbauten bin, vor allem der Blick nach Norden in Richtung der Skyline von „La Defense“ angetan. Auch diesen Stadtteil sollten wir noch besuchen.

Zahlreiche Exponate werden geboten, Arbeiten der maßgeblichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, sie aufzuzählen erspare ich mir. Leider ist es strikt verboten, die Exponate zu fotografieren, woran ich mich diesmal halte, da ohnehin alle ziemlich bekannt sind und überall im Netz zu finden sein werden. Mir genügt, die Fotos vom Gebäude gemacht zu haben.

Ein Exponat, nein, zwei Exponate möchte ich dennoch hervorheben:

P1030701Das eine (links) von Henri Matisse, das ich auch als Beitragsbild gewählt habe und das andere von Otto Dix, „Portrait de la danseuse Anita Berber“¸1925; eine Leihgabe der Sammlung der Landesbank Baden-Würtemberg, sonst im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen, das im Katalog so beschrieben wird:

„Le visage maquillé de blanc fait songer à un masque sans vie et contraste avec environnement rouge.“

Siehe: http://arthistory.about.com/od/from_exhibitions/ig/glitterdoom/gad_07.htm (Leider sieht man hier nur einen matten Abglanz der Wirkung des Originals)

„Taschen von Vuitton sind das Letzte!“ schrieb vor wenigen Tagen die Biochemikerin Renée Schroeder in der Presse. Wie recht sie hat! Das Museum aber macht etwas davon gut.

 

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P1030696Vielleicht doch noch ein paar Daten aus Wikipedia:

„Die Stiftung Louis Vuitton (französisch Fondation d’entreprise Louis Vuitton) ist ein Privatmuseum in Paris, das die Sammlung von Bernard Arnault, des Vorstandsvorsitzenden des französischen Luxusartikelkonzerns LVHM ausstellen soll. Es sind meist Werke des 20. Jahrhunderts, die in elf Galerien auf 11.000 Quadratmetern präsentiert werden. Das Gebäude befindet sich im Bois de Boulogne im 16. Arrondissement und wurde am 27. Oktober 2014 eröffnet.

Der amerikanische Architekt Frank Gehry baute acht Jahre daran und nennt das Gebäude „Glaswolke“. Die Kosten werden mit 100 Millionen Euro angegeben. Die Eröffnung war für 2009 geplant. Das Gebäude besteht aus zwölf Elementen, die Schiffssegeln ähneln; in 50 Jahren soll es in Besitz der Stadt übergehen. Es gibt einen Wasserfall, ein Auditorium mit 400 Plätzen und eine Terrasse mit Blick über Paris. Nächste U-Bahn-Station ist Les Sablons der Métro Paris. Als Kuratorin wurde Suzanne Pagé verpflichtet; sie leitete lange das Pariser Museum für Moderne Kunst.“

Medienrechtlicher Hinweis: Alle Fotos (c) Walter Schrittwieser, 2015