Postfaktizität und Philosophie

Ein lesenswerter Artikel von Anna Torus.

Truth doesn't make a noise

merkel_la_philosophe_postfaktischMerkel la philosophe

Eigentlich war ich versucht, die Besprechung dieses neuen Unwortes dezent unter den Tisch fallen zu lassen, denn ich möchte ungern wiederholen, was an anderer Stelle schon häufig genug gesagt wurde. Redundanz ist wie Tröpfchenfolter. Dennoch will ich es nicht unterlassen, mich ihm zumindest von einem explizit philosophischen Standpunkt aus zu nähern, denn: Mit der Rede von der Postfaktizität ist die Erkenntnistheorie endlich in der Gesellschaft angekommen! Plötzlich philosophiert die ganze Welt darüber, was eigentlich „Fakt“ ist, was „Wahrheit“ bedeutet (im Englischen heißt es ja „post-truth-era“) und was wir wissen oder nicht wissen können oder sollen.

Ich finde das wunderbar. Denn der Begriff selbst lädt eigentlich schon zum Nachdenken ein: Warum eigentlich „post“? Und warum schon wieder ein „post“? Was heißt das eigentlich? Warum leben wir in einer Gesellschaft, die sich so gerne „nach“ etwas einordnet? Ist das nun gut oder schlecht, „später“ zu sein? Haben wir damit…

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3 Gedanken zu „Postfaktizität und Philosophie

  1. “ – “ ist ein moderner Begriff für den Irrationalismus (der Deutschland seit der Renaissance im Griff hält). Georg Lukacs hat dies treffend beschriebend in seinem Werk (1954) „Die Zerstörung der Vernunft“. Dieses Buch sollte in allen höheren Schulen (zumindest) als Pflichtlektüre gelten.
    Ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr an Sie!

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