Reisenotiz – Paris

Reisenotiz – Paris

640px-Paris_city_Landsat_2Die Fahrt von Nancy nach Paris, wieder größtenteils über Nationalstraßen, verlief angenehm. Die ohnehin niedrigen Hügel der Lorraine ebnen sich noch etwas mehr ein und gehen in sanfte Wellen über, als wir die Champagne erreichen. Für uns, die wir eine mehr oder weniger kleinräumige Landwirtschaft gewohnt sind, wo „große Bauern“ über kaum mehr als zweihundert Hektar verfügen, sind die einzelnen Äcker von fast ebensolcher Größe hier mehr als bemerkenswert. Weinanbau ist kaum zu sehen. Wir sind aber doch in der Champagne, denke ich, die für ihre Weine berühmt ist. Wo machen die den Wein? Erst kurz bevor wir die „Île de France“ erreichen, beginnen sich Weinhänge an den Hängen abzuzeichnen. Die Stöcke tragen noch wenig Laub. Es ist eben früh im Jahr.

Die Fahrt durch Paris mit dem fast 13m langen Gespann wird nicht einfach werden, aber wir haben es ja schon einmal geschafft. Kein Grund sich zu fürchten, wenn auch unser Ziel diesmal der „Bois de Bologne“ ist, ziemlich im Zentrum, wenn man das Wort Zentrum in Paris überhaupt sinnvoll verwenden kann, außer wenn man ausschließlich an den geometrischen Mittelpunkt denkt. Im Bois de Boulogne angekommen müssen wir feststellen, dass der reine „Nepp“ Einzug gehalten hat. Alles, vom Quartier bis zu den freundlich offerierten Bus- und Metrokarten, scheint mir um fast 50Prozent überteuert. Wir beschließen nach „Maisons Laffitte“ auszuweichen, wo wir auch letztes Jahr waren.  Letztlich erweist sich diese Entscheidung als richtig, aber die Fahrt dahin war nicht unaufregend.

Trotzt GPS-Unterstützung „verfranse“ ich mich bei einer der vielen Baustellen und muss das fast 13 m lange Gespann mitten auf einer Kreuzung in die Gegenrichtung wenden, gelange daraufhin auf eine Spur mit einer Höhenbegrenzung von 2,60 m, muss trotz fließendem Verkehr (vierspurig), anhalten, aussteigen und an den herabhängenden Kontrollstreifen feststellen, dass ich höchstwahrscheinlich für diese Unterführung doch zu hoch bin; also heißt es von der mittleren Spur auf die rechte gelangen und auf eine Unterbrechung des rechts mittlaufenden Begrenzungsgitters zu warten, das mich von der „normalen“ Straße trennt. Auch das gelingt, und wir kommen glücklich und ohne einen Schaden produziert zu haben in „Maisons Laffitte“ an. Kein einziges aufgeregtes Hupen war während der „Manöver“ zu hören; im Gegenteil alle schienen Mitleid zu haben, machten unaufgefordert Platz und ermöglichten mir jedes notwendige Rangieren. Und wenn es schon nicht Mitleid war, so war es doch nachsichtiges Verständnis. Dafür sei allen Pariser Autofahrern und Autofahrerinnen herzlichst gedankt.

Der Ankunftstag endet mit Blick auf die Seine, auf der sich  vor uns  Lastkähne mit dumpfen Brummen mühevoll flussaufwärts kämpfen. Hin und wieder verirrt sich sogar eines der  Ausflugsschiffe hierher, die sonst nur in der Nähe der Notre Dame zu sichten sind.

Jetzt gilt es Pläne für morgen zu machen: Der erste Besuch wird wohl dem neuen Museum der „Fondation Louis Vuitton“ gelten. Darüber mehr vielleicht schon morgen.

Medienrechtlicher Hinweis: „Paris city Landsat 2“ von United States National Geospatial-Intelligence Agency, edited by NordNordWest – file:Paris city Landsat.png. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paris_city_Landsat_2.png#/media/File:Paris_city_Landsat_2.png

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