„Ätsch!“ – reingefallen

„Ätsch!“ – reingefallen

Es ist zwar keine weltbewegende Sache, um die es hier gehen soll, aber wie sie abgehandelt wird, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Einstellung, die die österreichische „Obrigkeit“ ihren „Untertanen“ gegenüber hat. Nichts desto weniger zeigt sich darin auch ein humoristischer Aspekt.

(c) Usien 2010 Quelle Wikipedia
(c) Usien 2010
Quelle Wikipedia

Die Tatsache, dass man mit zunehmendem Verkehr dazu überging, gefährliche Eisenbahnkreuzungen mit einer Ampel zu regeln, half unbestritten viele Unfälle zu vermeiden. Manche Zeitgenossen fahren aber auch bei Rotlicht über den Bahnübergang, meist aus Versehen, manchmal mit Absicht, davon künden jährlich einige Tote. Um auch das zu verhindern, errichtete man mancherorts zusätzlich Bahnschranken. So weit, so gut.

Da auch damit einigen sich allen Vorschriften resistent erweisenden Zeitgenossen die Passage bei rot auch noch nicht total vermiest werden konnte, errichtete man zusätzlich Überwachungskameras, um die „Sünder“  zu fotografieren, um sie abzustrafen. Auch das ist gut.

Aber:

Geht der Schranken, nachdem der Zug passierte, dann endlich auf, stellt sich das Rotlicht meist noch lange nicht auf „freie Fahrt“. Ungeduldige, die es besonders eilig haben, glauben, nicht mehr warten zu müssen. Diese werden dann, weil bei Rotlicht eine Kreuzung zu passieren eben nicht erlaubt ist, fotografiert und abgestraft. Die Zahl derer, von denen hier die Rede ist, ist nicht unbeträchtlich und steigt angeblich dramatisch.

Ihr Pech! Natürlich.

Aber:

Kundenfreundlicher, intelligenter und weniger „heimtückisch“ wäre, die Anlagen der Eisenbahnkreuzungen einfach anders zu schalten.

Liebe ÖBB lasst es endlich z u e r s t „frei“ an der Ampel werden und macht erst dann den Schranken auf, dann ist das Problem gelöst! Es ist nicht nur sicherer, man müsste sich auch über Strafen keine Gedanken mehr machen.

Die Autofahrer werden’s Euch danken.

2 Gedanken zu „„Ätsch!“ – reingefallen

  1. Warum einfach, wenn man es auch kompliziert und teuer darstellen kann. Heute sagte dazu jemand, dass es noch bis 2030 (mindestens) dauern wird, bis alle Bahnübergänge vernünftig gesichert sind weil das ja soo teuer ist und die Gemeinden sich das nicht leisten können. Derweil will man den Autofahrern ihre Vergehen filmisch vorführen, an ihr Verantwortungsgefühl appellieren und Bußgeld kassieren.

    Man könnte sich die Frage stellen, ob einerseits dieser Überwachungs- und Verwaltungsaufwand nicht mindestens genau so viel kostet wie ein paar läppische Ampeln und Schranken, und ob es auf der anderen Seite nicht viel effizienter wäre, wenn die Bahn ihre Trassen selbst absichert, die Infrastrukturabteilung der ÖBB hat sicher mehr Ressourcen als jeder Gemeindebauhof, der ohnehin meist jeden Cent dreimal umdrehen muss.

    Effizienz sieht anders aus, und auf eine nennenswerte Strukturreform können wir wohl noch lange warten. Eine weitere Folge fröhliches Durchwurschteln, ja sogar Durchbeißen – mit geraderen Zähnen dank Zahnspangen – steht im (Regierungs)Programm. Derweil knabbert eine Landesbank ganz zahnlos ein ordentliches Loch ins Staatsbörserl, aber das ist eine andere Geschichte.

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