So nebenbei am Sonntag: Thomas Bernhard

So nebenbei am Sonntag: Thomas Bernhard

Jeder ist von bestimmten Erlebnissen „geprägt“, die sein Leben nachhaltig beeinflussen.

Unsere Vorlieben, unsere Abneigungen, die Lebenseinstellungen insgesamt entwickeln sich sehr unterschiedlich und schaffen – so scheint’s – im Lauf der Jahre eine uns ständig begleitende „Grundstimmung“.

Thomas Bernhard, Quelle Wikipedia, Autor: hic et nunc, Thomas Bernhard Nachlassverwaltung
Thomas Bernhard, Quelle Wikipedia, Autor: hic et nunc, Thomas Bernhard Nachlassverwaltung

Thomas Bernhard gegenüber könnte man  insofern eine Gemeinsamkeit empfinden, als das Beispiel seines optimistischen Pessimismus, seine sprachlichen Überspitzungen und seine oft absurden Konstruktionen von Realität auch demjenigen eine Form aufrechter Existenz aufzeigen, dessen Grundstimmung keine bedingungslos menschenfreundliche ist. Insofern sollte man  in seinem Wirken, in seiner Literatur keine Gefahr für das „Seelenheil“, keine „Verführung“ zur Selbstzerstörung sehen, sondern eher einen Fingerzeig dahingehend, wie eine denkende sinnvolle Existenz auch im Sumpf täglicher Ignoranz möglich ist.

« Je vis comme je peux, dans un pays malheureux » sagte Albert Camus, dessen 100sten Geburtstag wir vor drei Tagen feiern hätten können.

Nicht nur am Leben zu bleiben ist wichtig, sondern als Mensch am Leben zu bleiben.

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